Elektro- und
Kommunikationstechnik

News


10.11.2009

Wenn Licht und Farbe die Weser leuchten lässt ...



Die Konturen der alten Weserbrücke schimmern blau, das Wehr ist angestrahlt. Licht und Farbe geben der vertrauten nächtlichen Silhouette der Stadt ganz neue Reize.
 
Hameln (kar). Wie wäre es, wenn das Wehr nachts nicht nur rauscht, sondern auch leuchtet? Oder die Konturen der Weserbrücke in geheimnisvollem Blaulicht schimmern? Ideen zur optischen Belebung einer Stadt, deren Fluss schon viel zu lange ein Schattendasein führt, sind da. Wie das in der Realität aussehen könnte, wurde gestern mit Einbruch der Dunkelheit geprobt.

Die Arbeitsgruppe Weser der CDU-Fraktion, die sich für eine attraktive Gestaltung des Weserufers stark macht, hat sich mit der Hamelner Firma Elektroma und den Lichtplanern von Philipps Lighting Experten ins Boot geholt, die mit Feuereifer und kostenlos gleich eine ganze Reihe von Vorschlägen erarbeiteten und für die Probebeleuchtung vier markante Punkte wählten, um die Wirkung zu testen: die Schleusentürme, das obere Wehr, die alte Weserbrücke und die neue Skulptur der tanzenden Weserratte auf der Insel an der Schleuse.

Von allen Seiten wird die Beleuchtung an diesem Abend in Augenschein genommen: von der Promenade am Hotel „Stadt Hameln“, von der Weserbrücke mit Blick über das Wehr und vom Schleusenufer. Der erste Eindruck: Verblüffend, wie Farbe den Fluss und seine Bauwerke verändert, ihm ganz neue Reize abgewinnt. Der zweite Eindruck: Wahnsinn, was sich mit Licht alles machen lässt, wie Wasser und Mauern zu leben beginnen.

Hamelns Reize als Stadt am Fluss ins rechte Licht rücken – das würden alle gern, die an dieser Probebeleuchtung teilnehmen. Aber wo anfangen? Die Beleuchtung des Wehres – das schält sich in der abschließenden Diskussion heraus – hat die meisten am stärksten beeindruckt, doch auch die Schleusentürme mit ihrem bläulichen Licht und dem angestrahlten Mauerwerk kommen gut an. „Das Wehr ist spannend“, gibt Elektroma-Chef Lutz Reimann zu, würde die Lichtkonzeption vor dem Hintergrund des geplanten Brückenneubaus aber zurückstellen wollen, da die Anbringung der Strahler an der Brücke erfolgen müsste: „Die Beleuchtung von Schleusenmauer und -türmen lässt sich dagegen gut umsetzen und wäre ist ein Anfang.“ Jetzt soll Elektroma den groben Kostenrahmen für die einzelnen Beleuchtungsvorschläge erarbeiten.

Quelle: Deister- und Weserzeitung. Artikel vom 10.11.2009